20-06-10

Zehn Tage daheim. Die Zeit vergeht wie im Flug. Bestimmende Themen dieser Tage sind Vuvuzelas, Hämorriden und der andauernde Schluckauf des Baby-Godzilla. Alle drei sind eher hinderlich für den erfolgreichen Nestbau, der zusätzlich durch abwegige, weil weder kindbezogene noch ohne Superkräfte zu bewältigende Vorschläge des Mannes gehemmt wird („Wir könnten morgen eine neue Küchenarbeitsplatte kaufen gehen!“).
Mein schmerzender Hintern zwingt mich, auf dem Boden sitzend Fußball zu schauen, und bereitet mir auch deshalb Unbehagen, weil ich plötzlich unappetitliche Anknüpfungspunkte hätte mit einem gewissen alternden Soziologieprofessor in Lederweste, sollte ich spontan zum Smalltalk mit ihm gezwungen sein. Was kommt als nächstes – ein Triefauge?
Wenigstens lenkt mich die WM von der auf allen Gebieten unverrichteten Arbeit ab, auch wenn mir Gruppenzusammensetzungen und Spielergebnisse sofort nach Ende einer Partie wieder entfallen. Das wütende Brummen der Vuvuzelas, der kleine Herzstillstand bei jeder Torchance und der zweieinhalbstündige Rhythmus (15:15, 17:45, 22:15 Uhr) nackter Adoniskörper, die sich ihrer verschwitzten Trikots entledigen: Das ist heute der Soundtrack zum monotonen Dahin meiner Schwangerschaftsdemenz…




MyKopfsalat

20-06-10

Zehn Tage daheim. Die Zeit vergeht wie im Flug. Bestimmende Themen dieser Tage sind Vuvuzelas, Hämorriden und der andauernde Schluckauf des Baby-Godzilla. Alle drei sind eher hinderlich für den erfolgreichen Nestbau, der zusätzlich durch abwegige, weil weder kindbezogene noch ohne Superkräfte zu bewältigende Vorschläge des Mannes gehemmt wird („Wir könnten morgen eine neue Küchenarbeitsplatte kaufen gehen!“).
Mein schmerzender Hintern zwingt mich, auf dem Boden sitzend Fußball zu schauen, und bereitet mir auch deshalb Unbehagen, weil ich plötzlich unappetitliche Anknüpfungspunkte hätte mit einem gewissen alternden Soziologieprofessor in Lederweste, sollte ich spontan zum Smalltalk mit ihm gezwungen sein. Was kommt als nächstes – ein Triefauge?
Wenigstens lenkt mich die WM von der auf allen Gebieten unverrichteten Arbeit ab, auch wenn mir Gruppenzusammensetzungen und Spielergebnisse sofort nach Ende einer Partie wieder entfallen. Das wütende Brummen der Vuvuzelas, der kleine Herzstillstand bei jeder Torchance und der zweieinhalbstündige Rhythmus (15:15, 17:45, 22:15 Uhr) nackter Adoniskörper, die sich ihrer verschwitzten Trikots entledigen: Das ist heute der Soundtrack zum monotonen Dahin meiner Schwangerschaftsdemenz…




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20-06-10

Zehn Tage daheim. Die Zeit vergeht wie im Flug. Bestimmende Themen dieser Tage sind Vuvuzelas, Hämorriden und der andauernde Schluckauf des Baby-Godzilla. Alle drei sind eher hinderlich für den erfolgreichen Nestbau, der zusätzlich durch abwegige, weil weder kindbezogene noch ohne Superkräfte zu bewältigende Vorschläge des Mannes gehemmt wird („Wir könnten morgen eine neue Küchenarbeitsplatte kaufen gehen!“).
Mein schmerzender Hintern zwingt mich, auf dem Boden sitzend Fußball zu schauen, und bereitet mir auch deshalb Unbehagen, weil ich plötzlich unappetitliche Anknüpfungspunkte hätte mit einem gewissen alternden Soziologieprofessor in Lederweste, sollte ich spontan zum Smalltalk mit ihm gezwungen sein. Was kommt als nächstes – ein Triefauge?
Wenigstens lenkt mich die WM von der auf allen Gebieten unverrichteten Arbeit ab, auch wenn mir Gruppenzusammensetzungen und Spielergebnisse sofort nach Ende einer Partie wieder entfallen. Das wütende Brummen der Vuvuzelas, der kleine Herzstillstand bei jeder Torchance und der zweieinhalbstündige Rhythmus (15:15, 17:45, 22:15 Uhr) nackter Adoniskörper, die sich ihrer verschwitzten Trikots entledigen: Das ist heute der Soundtrack zum monotonen Dahin meiner Schwangerschaftsdemenz…